Manche Leute glauben, Durchhalten macht uns stark. Doch manchmal stärkt uns gerade das Loslassen.

Hermann Hesse

Den eigenen Träumen zu folgen und an ihnen festzuhalten ist eine gute Sache. Oder?

An Träumen festhalten

Natürlich ist nichts falsch daran, zielstrebig deinen Träumen nach zu jagen. Im Gegenteil. Und doch gehört noch mehr dazu. Die Welt um uns herum verändert sich ständig und damit auch wir. Deshalb können und dürfen sich auch unsere Träume ändern. Nicht die großen, grundsätzlichen, richtungsgebenden Träume, die Gründe, warum wir auf dieser Welt sind, sondern die Kleinen. Die kleinen Träume und Zwischenschritte, diese könnten sich ändern. Und wenn das passiert, halte diese Träume nicht fest. Lass sie, gib sie frei.

Richtungswechsel sind erlaubt

Was dient Dir jetzt nicht mehr? Woran hältst Du fest (weil es vielleicht so bequemer ist)? Welche Ziele haben sich geändert oder sind neu hinzu gekommen? Was hat sich auf dem Weg erledigt?

Nimm Dir diese Zeit für Dich und schreib die Antworten auf. Nicht nur jetzt im Herbst und Winter, wenn Projekte „einschlafen“ und Ziele „ruhen“, um im Frühjahr mit neuem Elan und frischem Wind zum Abschluss geführt oder neu gestartet werden.

Loslassen

Was dabei auch hilft: physisches Ausmisten. Egal ob das der Schuh-, Kleider-, Küchen- oder Werkzeugschrank ist. Was hast Du ein Jahr lang nicht benutzt? Passe diesen Zeitraum für Dich an. Ich finde damit erstaunlicherweise immer wieder etwas, das ich in diesem Zeitraum nicht benutzt habe. Das verschenke oder entsorge ich dann. Ich gebe es frei. Und es entsteht Platz für Neues.
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So funktioniert das auch mit unserem Kopf. Zu „Catch and Release“ („Halten und Loslassen“), mit seinen sowohl miteinander verbundenen als auch losen Elementen und Formen, hat mich ein Spaziergang am See inspiriert. Ein Angler hatte einen Fisch am Haken und liess den Fisch sofort wieder frei. Für beide war dies in diesem Moment genau das Richtige und ich überlegte, welchen Ballast ich möglicherweise um mich angesammelt hatte, von dem ich mich trennen sollte.

Also, was könnte ich selbst freigeben oder loslassen, damit es noch ein bisschen wachsen und reifen kann oder mir wieder Freiraum schafft für Neues. Welche Gedanken, Dinge und Träume passen im Moment nicht (mehr) und sollten deshalb losgelassen werden. (Und welche Schränke müssten aufgeräumt werden 🙂 ) Genauso, wie der Angler den Fisch zurück ins Wasser gab.

Wie meine anderen Werke hat auch dieses Werk ein quadratisches Format und besteht aus verschiedenen farbigen, kontrastreichen Schichten Acrylfarbe, Tusche und Kohle.

An deiner Wand erinnert es dich daran, von Zeit zu Zeit aufzuräumen und Träume, Ziele, Gedanken und Pozesse zu hinterfragen. Was dient dir noch?

Dieses Werk ist Teil einer Kollektion, die von Agora Gallery, New York, repräsentiert wird.


Dieses und andere verfügbare Originale sind auf meiner Seite Original Art zu finden. Kunstdrucke und andere Produkte mit meinen Motiven findest Du in meinem Redbubble Shop. Fragen? Beantworte ich gern!


Read about what inspired me to this artwork in English.

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